"Der Klosterstich -
eine alte Technik neu belebt"
(Barbara Bosse-Klahn)



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Wie der Klosterstich wieder nach Mariensee kam

Der Klosterstich kam 1980 mit der damaligen Äbtissin Barbara Bosse-Klahn wieder nach Mariensee. Ihr Ehemann, der Künstler Erich Klahn (1901 - 1978), war ab 1929 künstlerischer Berater der Restaurierungssarbeiten der Wienhäuser Teppiche, die die Celler Werkstatt Brinckmann durchführte. Klahns grosses Interesse galt der Wiederentdeckung des Klosterstichs. Mitarbeiterinnen der Werkstatt Brinckmann wie Lieselotte Wedekind führten den Klosterstich schon bald zu grosser Kunstfertigkeit. Dies inspirierte Klahn zu Vorlagen grossformatiger Teppiche, die in den Jahren 1935 bis 1944 entstanden. Barbara Bosse-Klahn hat Erich Klahn, den sie seit ihrer Kindheit kannte, 1953 geheiratet und bildete in der Folge mit dem Künstler eine Werkgemeinschaft, indem sie zahlreiche Entwürfe Klahns im Klosterstich stickte. Nach dem Tod von Erich Klahn wurde sie 1980 als Äbtissin in Kloster Mariensee eingeführt. Hier führte sie die Tradition des Klosterstichs wieder ein und gründete die "Stickwerkstatt Kloster Mariensee". Ihre zahlreichen Seminare, Kurse und Ausstellungen trugen entscheidend zur Wiederentdeckung des Klosterstichs bei.  
 
Wie ich zum Klosterstich kam

Als ich 1993 mit meiner Familie nach Mariensee zog, lernte ich bei einer Klosterführung die Altäbtissin Barbara Bosse-Klahn kennen. Wenig später lud sie mich zu einem ihrer Stickkurse ein. Nach einigen weiteren Kursen band sie mich als eine ihrer Helferinnen für die Stickkurse ein. Anlässlich der Feierlichkeiten zu ihrem 85. Geburtstag im Jahr 2006 übergab sie mir die Leitung der Stickwerkstatt. Nach vielen schönen Stickkursen habe ich nach einem wieder sehr erfolgreichen Herbstkurs zum 11. Oktober 2010 die Leitung der Stickwerkstatt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.